Freitag, 26. Juni 2009

Schreibaufgabe Nr. 7: Vom Ende zum Anfang

Es ist wieder Freitag (jipee, bald Wochenende) und Zeit für eine neue Schreibaufgabe:

Beginnen Sie damit, eine Anfangssituation zu beschreiben. Überlegen Sie sich jetzt, wie die Situation am Ende aussehen soll. Und nun der schwere Teil: Überlegen Sie sich ausgehend von der Endsituation wie Sie zu der Anfangssituation kommen. Die Lösung muss logisch, aber nicht offensichtlich sein.

Dies ist eine beliebte Art und Weise Handlungsstränge und Abläufe für Geschichten zu erfinden. Eigentlich ist jeder Krimi so aufgebaut. Sie haben eine Endsituation (Auffinden einer Leiche) und Ihr Ermittler muss nun den Anfangspunkt finden. Warum wurde die Person getötet und wer hat das getan? Diese Anfangs-Ausgangs-Thematik wird auch laterales Denken (lateral thinking) genannt.

Hier ein bekanntes Beispiel für diese Art von Geschichten: Die Leiche eines Mannes wird inmitten eines Feldes gefunden. Neben ihm liegt ein zerbrochenes Streichholz. Was ist passiert?

Die Lösung: Er fuhr mit ein paar anderen Leuten in einem Gasballon. Dieser Ballon drohte auf etwas zu prallen bzw. abzustürzen, und alle Mitfahrer zu töten, wenn man nicht Ballast loswerden würde. Sie haben Streichhölzer gezogen. Derjenige, der das abgebrochene Streichholz zog, musste springen.

Sie finden viele dieser Geschichten, wenn Sie in eine Suchmaschine „Laterales Denken Rätsel“ eingeben.

Hier ein paar direkte Links
http://www.unterhaltungsspiele.com/Kriminales/kriminales.html

http://www.eigene-welten.de/Ja-Nein-Raetsel/SammlungHauptseite.html

http://www.hefners.de/content/RAETSEL.htm

h

Dienstag, 23. Juni 2009

Vier Fehler, die Sie als Autor vermeiden sollten!

Es gibt viele Fehler, die ein Autor begehen kann. Einige sind einfach zu erkennen, einige führen dazu, dass man besser wird und andere muss man hart bekämpfen. Hier sind vier gravierende Fehler.

1. Gar nicht schreiben
Wenn Sie als Autor nicht schreiben, weil Sie sich zu unsicher sind, weil Sie nicht wissen, worüber Sie schreiben sollen oder weil Sie keine Zeit haben, dann wäre das wie: Leben ohne zu Atmen. Oft lautet der angegebene Grund auch Schreibblockade, aber ist das nicht nur eine Ausrede? 201 Schreibideen und Aufgaben für Autoren finden Sie hier:
www.nina-schwarz.com/schreibideen333/index.htm

2. Nicht lesen
Viel Lesen bedeutet viele Inspirationen. Nicht lesen wird Ihre Schreibe fade erscheinen lassen. Lesen Sie sowohl Bücher aus dem Genre, für das Sie selber schreiben und vor allem lesen Sie (Sach-)Bücher und Literatur aus ganz anderen Bereichen. Auch wissenschaftliche Zeitschriften eigenen sich hervorragend, um viele neue Ideen zu bekommen.

3. Schlechte Kritiken und Anmerkungen persönlich nehmen
Wenn Sie in Schreibgruppen, bei Verlagsanschreiben und in Kreativforen negative Kommentare zu Ihren Texten bekommen, nehmen Sie diese NIEMALS persönlich. Schauen Sie sich die Kommentare genau an und verbessern Sie die angesprochene Stelle oder den Aufbau Ihrer Geschichte, wenn Sie der konstruktiven Kritik zustimmen. Denn Ihre „Testleser“ sind wichtig, von denen bekommen Sie nämlich ein Feedback. Von Ihren späteren Lesern bzw. von Verlagen bekommen Sie diese Informationen nicht. Ihr Buch wird entweder nicht gekauft oder Sie bekommen allgemeine Absagen von Verlagen. Daraus können Sie nichts lernen.

4. Imitation anderer Autoren
Imitieren Sie Autoren, von denen Sie viel gelesen haben und deren Texte Sie gut finden? Lassen Sie es, denn dies ist verschwendete Zeit. Wenn Sie einen Schreibstil mögen, sollten Sie ihn genau untersuchen und für sich selbst abwandeln. Imitieren Sie nicht, sondern entwickeln Sie Ihren eigenen Stil, evtl. basierend auf einem guten Autor.


h

Freitag, 19. Juni 2009

Schreibaufgabe Nr. 6: Das Verschwinden von Gegenständen

Schreibe eine Krimigeschichte über das Verschwinden und etwas, das eigentlich gar nicht verschwinden kann. Welchen Gegenstand würdest wählen, der eigentlich nicht verschwinden kann? Ein Gebäude, ein Schiff, eine Rakete auf der Startrampe, die Narbe im Gesicht eines Menschen, ein seltener Baum?

Wie ist es wirklich passiert? Welche Vermutungen und Gerüchte verbreiten die Menschen in deiner Geschichte? Welche Hinweise gibt es? Welche falschen Spuren gibt es? Wer ist für das Verschwinden verantwortlich und warum? Wer leitet die Untersuchung? Wie werden die Ermittlungen durchgeführt und sind sie erfolgreich? Wie endet die Geschichte?

Viel Spaß beim Ausprobieren. Welchen Gegenstand hast du dir ausgesucht?




h

Mittwoch, 17. Juni 2009

Sommerkrimi-Extraheft für alle Krimi-Liebhaber

Ex-MI5-Chefin und Star-Autorin Stella Rimington ("Beutezug") nimmt genau so wenig ein Blatt vor den Mund wie ihre Kollegen Karin Slaughter ("Zerstört") und Michael Bay ("Kesseltreiben") - in ihrer aktuellen Ausgabe präsentiert PETRA zum ersten Mal ein Extra-Heft mit Interviews und 50 erlesenen Krimi-Tipps für den Sommer.

Die Ex-MI5-Chefin Stella Rimington lässt im fInterview kein gutes Haar an 007: "Einen
Einzelkämpfer-Typ wie James Bond würde man beim Geheimdienst sofort aussortieren! Dort braucht man Leute mit Teamgeist, die gut zusammenarbeiten und über ihre Erfolge schweigen können wie ein Grab."


Und Karin Slaughter erklärt in ihrem Interview, dass sie schon immer Krimis schreiben wollte: "Im Kindergarten wurde unsere Gruppe mal nach ihren Berufswünschen gefragt. Zwei sind heute das, was sie schon damals sein wollten: Ich bin Schriftstellerin, und die andere bekam sehr viel Geld, als sie von einem reichen Mann geschieden wurde. Sie sehen, wir haben beide unseren Traum verwirklicht!"

www.petra.de

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Montag, 15. Juni 2009

Aus für Fix & Foxi-Verlag

Der Tigerpress-Verlag, in dem der Comic-Klassiker Fix & Foxi erscheint, ist pleite. Dies berichtet das Branchenmagazin Kontakter in seiner heute erscheinenden Ausgabe.

Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Hamburg Anfang des Monats Insolvenzantrag gestellt. Die Auflage des Comic-Heftes war von 50 000 Exemplaren zuletzt auf 11 000 gesunken. Nach Angaben des Tigerpress-Verlegers Jan Wickmann seien auch die Anzeigenerlöse "fast gänzlich zurückgegangen".

Ob und wo die beiden Comic-Füchse wieder erscheinen, ist laut den Erben von Fix & Foxi-Erfinder Ralf Kauka bislang nicht klar. Es gebe bereits Bewerber um die Lizenz, Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen, so ein Verlagsvertreter.

Lies hier den ganzen Bericht. http://www.presseportal.de/pm/6716/1422335/der_kontakter

h

Donnerstag, 11. Juni 2009

Schreibidee Nr. 5: Du wirst selbst zum Ermittler – Amateure klären Verbrechen

Eine gute Übung, um den Umgang mit Hinweisen und falschen Fährten zu üben, ist sich selber zum Detektiv zu machen. Dieses Thema kommt auch in vielen Krimis vor. Ein Amateur gerät irgendwie in einen Kriminalfall – in den klassischen Krimis oft abgeschnitten von jeglicher Kommunikation mit der Außenwelt.

Erfinde eine Handlung (Plot), in die du als Amateur gerätst. Wo findet das alles statt, warum bist du betroffen? Du bist kein ausgebildeter Ermittler. Du machst ein paar glückliche Annahmen und kommst weiter. Aber du verfällst auch einigen Spekulationen, die dich auf die falsche Spur bringen. Einige Hinweise missverstehst du oder du interpretierst sie falsch. Du glaubst einigen Zeugen, die lügen und du misstraust anderen Zeugen, die eigentlich die Wahrheit sagen.

Wenn du es klug anstellst, kannst du sowohl deinen Ermittler als auch die Leser in die Irre führen. Diese glauben, sie seien besser und schlauer als dein Ermittler, doch am Ende gibt es noch Drehungen und Wendungen und du löst den Fall.
Vielleicht folgst du auch einer falschen Spur und du stellst irgendwann fest, dass du einen anderen Fall entdeckt hast. Der hängt vielleicht mit dem ersten Fall zusammen. Am Ende kannst du sogar beide Verbrechen aufklären und fertig „verpackt“ den Profis übergeben.

Was fällt dir hierzu ein? Wer ist das Opfer, wer ist der Mörder? Wo liegt das Motiv und warum kannst du in deiner Situation keinen Profi holen?
Viel Spaß beim Eintauchen in die Welt deiner Fantasie.


Montag, 8. Juni 2009

Bücher im Baum – Mitnehmen und nachfüllen

In Berlin wachsen zwar die Bücher nicht auf Bäumen, aber in fünf Baum-Bücherregalen stehen in Berlin (Kollwitzstraße in Prenzlauer Berg) Bücher mit verschiedenen Themen.

Mitten auf dem Gehweg werden die kostenlosen Bücher „angeboten“. Jeder kann sich ein Buch aussuchen und es mitnehmen. Natürlich funktioniert das nur, wenn Bürger die Regale mit eigenen gelesenen Büchern auch wieder auffüllen.

Die Idee heißt „Bookcrossing“ und stammt aus den USA. Jedes Buch erhält eine eigene Identifikationsnummer und wird unter www.bookcrossing.de registriert. Der Finder meldet das Buch und gibt es dann wieder weiter. Nun kann der ursprüngliche Spender verfolgen, wohin sein Buch geht. Einige Bücher sollen schon um die ganze Welt gegangen sein.

Die Idee „Lesen-Registrieren-Freilassen“ scheint in Deutschland gut anzukommen. Auf der deutschen Bookcrossing-Website sind zurzeit über 5.000 Bücher registriert.

Artikel in der Berliner Zeitung

Website Bookcrossing.de


h

Freitag, 5. Juni 2009

Schreibaufgabe Nr. 4: Neue Figuren erschaffen - So findest du deine Ideen!

Setze dich mit einem Notizheft in einen großen Bahnhof und bleibe dort längere Zeit sitzen. Scheibe folgendes auf: interessante Leute, die du siehst, Eindrücke, Gerüche und Gesprächsfetzen, die du zufällig mit angehört hast.

Wenn du später wieder zu Hause bist, fülle die Lücken in den Dialogen. Versuche, eine Geschichte rund um die beobachteten Personen zu spinnen. Wie könnten sie miteinander in Verbindung stehen? Zwei bis vier Leute, die du beobachtet hast, solltest du als dreidimensionale Charaktere herausarbeiten. Gib ihnen Namen, Lebenshintergründe, Probleme, Vorlieben, Abneigungen, Berufe, Ziele und Ambitionen.


Wohin reisen sie? Reisen sie an Orte, an denen sie gar nicht sein sollten? Versuchen sie, von jemandem wegzukommen? Fahren sie zu einem Treffen, von dem sie nicht genau wissen, ob sie wirklich dort auftauchen sollten? Treffen sie eine der Personen, die du im selben Bahnhof gesehen hast? Warum verlassen sie dafür die Stadt und treffen sich nicht gleich an Ort und Stelle?

Welche „geheimnisvollen“ Figuren kannst du erfinden? Welche Geschichte ist aus dieser Aufgabe erstanden?

Viel Spaß beim Schreibenund ein schönes Wochenende!


h

Dienstag, 2. Juni 2009

Google plant den Einstieg in den E-Book Markt

Künftig sollen Autoren die digitalen Versionen ihrer Werke über Google anbieten und verkaufen können. Das hat das Unternehmen am Wochenende in New York bekannt gegeben. Ende 2009 soll das Projekt starten.

Damit macht Google Amazon Konkurrenz, die mit dem Kindle-Dienst groß in das E-Book-Geschäft eingestiegen sind und im Moment den Markt im Griff haben.Anders als bei Amazon sollen die Autoren bei Google die Verkaufspreise selbst festlegen können. Nur bei übertrieben hohen Preisen will der Konzern in die Preispolitik eingreifen. Ein Bestseller in der Kindle-Edition kostet bei Amazon meist 9,99 Dollar. Zum Vergleich: Hardcover-Versionen von Büchern kosten in den USA ca. 26 Dollar.

Das E-Book Geschäft von Google hat nichts mit dem kostenlosen Buchauszügen (books.google.de) zu tun, mit denen Google seit einiger Zeit in die Schlagzeilen geraten ist. Google hat die Seiten von Millionen Büchern gescannt und kostenlos online gestellt. Deutsche Autoren und die deutsche Politik wollen versuchen, dies zu verhindern.
Siehe Artikel: Zy­pries for­dert eu­ro­päi­sches Vor­ge­hen gegen Goog­le Books

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