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Samstag, 21. Mai 2022

Eleonore Wittke: Gut und kurz: So will ich schreiben (Bücher für Autoren)

 

Kurze Text schreiben ist für viele Autoren viel schwieriger als lange Geschichten. Denn: jedes Wort muss sitzen. Die Pointe kann nicht lange vorbereitet werden.

Wer es ausprobieren will, der findet in „Gut und kurz: So will ich schreiben“* ein Nachschlagewerk und ein Arbeitsbuch. Wer bisher geglaubt hat, kurze Texte wären Anekdoten und Parabeln, der wird erstaunt sein, wie viele Genres es bei kurzen Texten gibt. Die Autorin Eleonore Wittke zählt sie alle auf und erklärt sie. Was ich aber noch viel wichtiger finde: Sie gibt viele Beispiele aus der Literatur und aus ihren Schreibkursen. Ich bin erstaunt, wie vielfältig diese Mini-Texte sind.

Wer es selbst ausprobieren will, für den hat die Autorin zu jedem Kapitel eine Übung parat. Und gleich fließen die Ideen nur so, worüber man schreiben könnte. Und wem immer noch nichts einfällt, für den gibt es ein gesondertes Kapitel: "Wie finde ich Themen?".

So wird das Buch zu einem handfesten Workbook, das man nicht einfach herunterliest, sondern was einen über Wochen und Monate begleitet. Ich habe auch einige Übungen ausprobiert und kann nur sagen: Es ist viel Arbeit, kurz, prägnant und präzise zu schreiben, aber es macht auch Spaß. Und es ist eine gute Übung für alle Genres, egal ob kurz oder lang.

Die Autorin Eleonore Wittke ist Sozialwissenschaftlerin und gelernte Journalistin. Seit Jahren leitet sie Schreibwerkstätten und Schreibkurse.

Eleonore Wittke: Gut und kurz: So will ich schreiben

* Dieses Buch wurde mir von der Autorin kostenfrei überlassen

Mittwoch, 4. Januar 2017

10 Fehler, die Autoren machen. (Und wie man sie verhindert!)


Es ist nicht schlimm, dass man Fehler macht. Wichtig ist, dass man daraus lernt. Ich habe einige Fehler zusammengestellt, die Autoren und Schriftsteller begehen, egal ob Anfänger, Halbprofi oder Profi.

Fehler Nr. 1: Keine ausreichende Recherche

Es ist immer wieder ärgerlich, wenn ein Autor vermeidbare Fehler in sein Buch einbaut. Ja, es kann immer wieder passieren, aber die Glaubwürdigkeit leidet darunter.
Das fällt besonders auf, bei Büchern, die einen geschichtlichen Rahmen haben oder viel Lokalkolorit. Leser kaufen gerade Bücher mit lokalem Bezug, weil sie die Handlung und die Orte genau verfolgen wollen. Da fallen Fehler besonders auf und sind peinlich.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Geschenk für Autoren: E-Book "So schreiben Sie einen spannenden Krimi"

Wie baue ich Spannung auf? Wie gestalte ich meine Charaktere glaubhaft? Wie funktioniert eine Spannungsbogen und wie setzte ich den in meiner Geschichte ein?
Und wie sieht die Realität aus? Wie arbeiten Polizisten an einem Tatort?

Dieses Fragen und viele mehr beantwortet das EBook: "Krimi-Workshop - So schreiben Sie einen spannenden Krimi". Dazu gibt es viele Schreibaufgaben, die Sie gleich ausprobieren können. Theorie ist zwar wichtig, um einen ersten Einblick in die "Funktionsweise" eines Krimis zu bekommen, aber es gilt immer noch "Übung macht den Meister".

Für die Schreibkurse, die ich gebe, habe ich verschiedene Skripte hergestellt, die Autoren Hilfestellung geben beim Schreiben von Krimis und Kurzgeschichten. Neben dem Krimi-Workshop gibt es diese beiden Ebooks gratis dazu:
  • Checklisten für Autoren
  • 201 Ideen und Aufgaben für Autoren
 Die drei PDF-Dokumente gibt es auf einer CD. Ein schönes Geschenk für alle (angehenden) Autoren.

Weitere Infos gibt es auf meiner Ebook-Website www.nina-schwarz.com
Bestellen Sie die CD ganz unkompliziert und Sie ist noch vor Weihnachten bei Ihnen Zuhause.

Dienstag, 15. Februar 2011

Editieren anderer Texte und Ideen

Das Editieren Deiner Texte ist mühselig, aber ein absolutes Muss. Ohne das genaue und akribische Editieren Deiner Geschichten hast Du keine Chance, dass sie bei Verlagen oder auch Wettbewerben angenommen werden.

Hier findest Du in meinen früheren Blogs, wie es geht und was Du beachten musst:
Handlungsverlauf
Erzähltempo
Schauplatz der Handlung
Charaktere

Wenn Du mal genug von Deinen eigenen Texten hast, editiere die Texte anderer Autoren. Zum einen macht es Spaß, zum anderen lernst Du sehr viel, denn Du hast Abstand zu diesen fremden Texten. Als Leser spürst Du oft instinktiv, was geht und was nicht so gut ankommt.

Am meisten Spaß macht es sicherlich, in eine lokale Schreibgruppe zu gehen. Schau mal in dem Kulturhaus in Deiner Nähe oder bei der Volkshochschule nach. Aber es gibt auch Online-Schreibwerkstätten. Dabei solltest Du immer darauf achten, wie Du die Texte beurteilst!!! Denk daran, wie Du Dich fühlst, wenn jemand Deine Texte bewertet.

Bleib sachlich. Nicht nur kritisieren, sondern auch loben! Konstruktive Vorschläge machen.

Eine Online-Werkstatt findest Du unter:
www.schreibwerkstatt.de

h

Montag, 14. September 2009

Editieren von Texten: 4. Die Charaktere

Ohne lebendige, überzeugende Figuren ist auch die spannendste Geschichte ein Ärgernis für den Leser, falls er sie überhaupt zu Ende liest. Beachte bei der Ausarbeitung folgende Grundregeln

  • Sind deine Figuren real? Oder sind sie eine Mischung aller Stereotypen aus Büchern, die du je gelesen hast? Sind sie komplex genug, um den Leser zu interessieren?
  • Sind deine Figuren einheitlich bis zum Schluss? Leser nehmen unterschiedliche Beschreibungen von Figuren durchaus wahr (langes Haar, kurzes Haar und plötzlich wieder langes Haar). Hat deine Figur ein körperliches Gebrechen, dann achte genau darauf, was sie kann und was nicht, die Leser fühlen sich hinters Licht geführt, wenn der Fall gelöst wird, weil die „gelähmte“ Hauptfigur zwischenzeitlich eine Fassade hinaufgeklettert ist, um Informationen aus einem Bürogebäude zu besorgen.
  • Deine Hauptfigur muss vor einem inneren oder äußeren Konflikt (oder beides) stehen. Sie muss ein Rätsel lösen oder sich einem Gewissenkonflikt stellen, nur so kannst du deine Leser fesseln.
  • Entwickelt sich die Hauptfigur in deiner Geschichte? Eine Handlung ist nur interessant, wenn dein Hauptcharakter am Ende eine Entwicklung durchgemacht hat. Er hat etwas erreicht, er hat neue Einsichten erlangt, er sieht verschiedene Dinge nun anders. Wenn nicht, was ist dann der Sinn deiner Geschichte?
  • Vermittle den persönlichen Hintergrund deiner Figuren häppchenweise und vorzugsweise dort, wo es in die Geschichte passt, z.B. durch Rückblenden. Schreibe nicht die ganze Lebensgeschichte deiner Hauptcharaktere an einem Stück, das stoppt den Fluss der Handlung und der Leser muss sich seitenweise durch „dröge“ Beschreibungen quälen.


Weitere ausführliche Informationen, wie du deine Geschichten mit Figuren bevölkerst und ein umfangreiches Schaubild für Figuren findest du im Krimi-Workshop-Skript .

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Montag, 31. August 2009

Editieren von Texten 3: Schauplatz der Handlung

Deine Erzählform und deine Handlungsstränge müssen natürlich zum Schauplatz passen. Konzentriere dich beim dritten Durchgang des Editierens nur auf die Schauplätze in deiner Story.

  • Zieht die Beschreibung des Schauplatzes den Leser in deine Geschichte förmlich hinein oder sitzt er gelangweilt auf dem Sofa?
  • Erstreckt sich die Beschreibung der Schauplätze über Seiten hinweg oder wird sie unterbrochen durch Handlung und Action, die die Geschichte weiter forcieren?
  • Ist die Beschreibung der Schauplätze einheitlich? Oder wohnt deine Hauptfigur in einem blauen Haus, das zwischendrin plötzlich als grün beschrieben wird? Das Auto von Kommissar xy, das ständig Probleme mit dem Anspringen hat, ist meistens ein Renault, doch irgendwann ist es plötzlich ein Honda oder ein VW?



Figuren können Schauplätze nicht nur sehen. Eine rein visuelle Beschreibung wäre zu einseitig. Denke an den gelangweilten Leser auf dem Sofa. Schauplätze machen Geräusche und riechen ganz speziell. So wird das Bild viel lebhafter und anschaulicher.

Das Editieren ist ein langwieriger Prozess und weil man auf so viele Dinge gleichzeitig achten muss, ist es wirklich wichtig, die verschiedenen Durchgänge einzuhalten und sich auf ein Thema zu konzentrieren. Ansonsten passiert es ganz schnell, dass du etwas übersehen hast.

Und sei gewiss, Leser finden die Fehler. Ich habe letztens ein schon älteres Buch von Val McDermid gelesen und war verwirrt und verärgert, dass die Hauptfigur eigentlich Tony Hill heißt, aber mehrfach im Buch Toby genannt wurde. Du siehst, auch bekannten Autoren kann dies passieren (oder der Druckerei), aber das ist keine Ausrede! Solche offensichtlichen Fehler müssen möglichst vermieden werden.

Weitere Informationen, wie man Texte richtig editierst findest du im Krimi-Workshop-Skript.


h

Mittwoch, 12. August 2009

Editieren von Texten: 2. Das Erzähltempo

Eine gute Geschichte braucht schnelle spannungsgeladene Abschnitte, aber auch ruhige Abschnitte, die mehr Wert auf die genaue Erzählung und Beschreibung legen. Und die verschiedenen Tempowechsel müssen gut platziert sein.

  • Wird die Erzählung schnell genug voran getrieben, um die deine Leser bei der Stange zu halten?
  • Hast du wichtige Informationen und Hinweise für deine Leser übersehen, weil du die Erzählung mit zu viel Tempo gestaltet hast? Leser nehmen es Autoren sehr übel, wenn am Ende eine Detail zur Lösung des Falles führt, dass gar nicht oder kaum erwähnt wurde.
  • Passt das Erzähltempo zu dem Genre, in dem du schreibst? Ein Thriller/Actionroman hat natürlich ein ganz anderes Tempo als eine Liebesgeschichte oder Komödie.

Weitere Informationen, wie man Texte richtig editierst findest du im Krimi-Workshop-Skript.


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Mittwoch, 5. August 2009

Editieren von Texten: 1. Der Handlungsverlauf

Wenn Sie Ihre eigenen Arbeiten editieren werden Sie feststellen, dass Sie schnell kleinere Probleme überschauen. Das liegt natürlich daran, weil Sie Ihre Texte so gut kennen. Neben den grammatikalischen Fehlern und den Tippfehlern sollten Sie aber auch die Schlüssigkeit Ihres Werkes nicht übersehen. Sie können die folgenden Editionshilfen erstmal selbst durchführen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie auch mindestens eine andere Person die folgenden Punkte durchgehen lassen.

  • Ist die Handlung klar und verständlich?
  • Gehen die Handlungsstränge am Ende auf, und kann der Leser die Lösung am Ende klar nach verfolgen? Gibt es lose Handlungsenden, die nicht aufgeklärt wurden?
  • Treiben Ihre Figuren die Handlung genügend und logisch voran oder verwirren einige Szenen den Leser?
  • Begleiten die Nebenhandlungen den hauptsächlichen Handlungsstrang und verhelfen am Ende zur Lösung und „wabern“ die Nebenhandlungen einfach nur herum und füllen nur einige Seiten?
  • Haben Sie auch alle Nebenhandlungen am Ende abgeschlossen und logisch zusammengeführt?
  • Denken Sie daran, dass es viel schwieriger ist, eine Kurzgeschichte zu schreiben als einen langen Roman. Wenn Sie versuchen sollten, sechs Nebenhandlungen in eine Kurzgeschichte zu quetschen, dürfte dies Ihren Leser sicher sehr verwirren und frustrieren.

h

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